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Teddy mit Pflaster - Wenn das Kind am Umgangstag krank ist, kann eine Elternvereinbarung für Krankheitstage helfen.

Wenn das Kind am Umgangstag krank ist, kommt es häufig zu Streit und Diskussionen. Eine Elternvereinbarung für Krankheitstage kann helfen, Konflikten mit dem anderen Elternteil vorzubeugen – und im Notfall, cool zu bleiben!

Was passiert, wenn Dein Kind am Umgangstag krank ist

Nach einer Trennung kommt es zwischen Eltern nicht selten zu Konfliktsituationen, wenn das Kind ausgerechnet am vereinbarten Umgangstermin erkrankt. Grundsätzlich gilt: Auch bei Erkrankung des Kindes schreibt der Gesetzgeber, sofern das Kind transportfähig ist, den Umgang nach der Umgangsregelung vor. Hintergrund ist, dass die Betreuung durch den anreisenden Elternteil im Krankheitsfall als eine erhebliche Bindungserfahrung gewertet wird, die dem Kind nicht vorenthalten werden kann und soll.

Konflikte sind dennoch häufig vorprogrammiert. Denn ausgerechnet jetzt, wo Dein Kind Schutz und Geborgenheit braucht, sollst Du es dem Menschen anvertrauen, dem Du selbst auf Paarebene nicht mehr vertraust. Eine echte Herausforderung! Gerade in dieser Situation braucht Euer Kind jedoch keine Diskussionen, sondern sollte Ruhe, Gelassenheit und Zuverlässigkeit von Euch erfahren.

Eine Umgangsregelung für den Krankheitsfall entlastet

Wann werden Umgangstage nachgeholt? Welche Impfungen müssen wirklich sein? Und wer entscheidet das? Vor diesen und ähnlichen Problemen stehen viele Eltern nach einer Trennung. Bricht man diese jedoch herunter, dann verbirgt sich dahinter häufig dieselbe Frage: Was brauchst Du, um dem anderen Elternteil in Gesundheitsfragen oder Krankheitsfall vertrauen zu können?

Es entlastet Euch Eltern und Euer Kind erheblich, wenn Ihr bereits im Vorfeld in einer Umgangsvereinbarung alles Wichtige zum Thema Kindesgesundheit und Umgang mit Krankheiten geregelt habt. Aber auch nachträglich können entsprechende Absprachen als Ergänzung zu einer bestehenden Elternvereinbarung getroffen werden.

Hier ist ein Vorschlag, wie eine Elternvereinbarung für Krankheitstage aussehen kann.

Es fällt es uns nicht leicht, auszuhalten, wenn ein Kind erkrankt – wenn Lottis Bauch wieder ein Vulkan ist oder Fiete sich die Seele aus dem Leib hustet. Was Eltern an die Grenzen ihrer Belastbarkeit bringt, ist mit Blick auf das Kind aber erstmal ein gutes Zeichen: Der kleine Körper baut sein Immunsystem auf! Ein schnelles Medikament, damit das Kind ruckzuck wieder in den Kindergarten kann oder zum vereinbarten Umgangstermin wieder fit ist, dient vielleicht den Bedürfnissen der Erwachsenen, ist der Kindergesundheit jedoch nicht förderlich. 

Kinder brauchen das Auskurieren einer Erkrankung, um ihre Abwehrkräfte zu stärken. Denn Krankheiten gehören zum Kinderleben dazu. Ebenso wie Nasenbluten, Platzwunden knapp neben dem Auge, Legosteine im Nasenloch und aufgeschürfte Knie zum Kinderalltag dazugehören. Echte Dramen eben! Trotzdem braucht Dein Kind jetzt kein lähmendes Mitleid von Dir, sondern Deine Zuwendung und Zuversicht. Denn gerade in Zeiten von Schwäche und Erschöpfung sind es Erfahrungen von Zugehörigkeit, die uns helfen gesund zu werden.

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